Erstaufnahmezentrum Süd - BZÖ-Huber:

Alle leisten Widerstand, nur Platter schläft

 

 

Utl.: Tirol soll Beispiel Kärntens folgen und Resolution gegen
Asylzentrum beschließen

Innsbruck 2009-06-25 (OTS) - "Während sich alle als Standort in
Frage kommenden Bundesländer, allen voran das BZÖ-regierte Kärnten,
massiv gegen das geplante Asylerstaufnahmezentrum Süd ausgesprochen
haben, schläft der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter offenbar.
Innenministerin Fekter hat Osttirol als möglichen Standort auf
Nachfrage explizit nicht ausgeschlossen und nachdem alle anderen
Bundesländer bereits jetzt massiven Widerstand angekündigt haben,
besteht die konkrete Gefahr, dass Osttirol hier zum Bauernopfer der
Bundesregierung wird, weil der Weg des geringsten Widerstandes
gegangen wird", warnt der Tiroler BZÖ-Landesobmann Nationalrat
Gerhard Huber. Huber fordert Landeshauptmann Platter auf, sofort zu
protestieren und im Namen Tirols ein Asylzentrum auszuschließen. "Die
Tiroler Landesregierung muss dem Vorbild Kärntens folgen und eine
gemeinsame parteiübergreifende Resolution gegen das
Erstaufnahmezentrum beschließen, um ein klares Zeichen zu setzen.
Weder braucht Österreich ein weiteres Aufnahmezentrum, noch Tirol und
schon gar nicht Osttirol mit seinen ländlichen Strukturen, wo in den
meisten Orten ein Asylzentrum mit 300 Asylwerbern eine Verdoppelung
der Bevölkerung bedeutet und jedes Bevölkerungsgefüge zerstören
würde", so Huber.

Platter solle von Fekter eine Garantie verlangen, dass kein
Erstaufnahmezentrum in Tirol geplant sei. Osttirol sei sowieso ein
Stiefkind der Wiener Bundesregierung und sei auch nicht bereit, das
Asylzentrum aufzunehmen. Der BZÖ-Obmann kündigt an, mittels eines
massiven Bürgerprotestes jedes Bestreben nach einem
Erstaufnahmezentrum zu Fall zu bringen. Weder Traiskirchen noch
Thalham sei derzeit ausgelastet, es bestehe deshalb nicht einmal ein
Bedarf nach einem neuen Traiskirchen in Osttirol. "SPÖ und ÖVP
sollen, wie vom BZÖ gefordert, endlich die Asylgesetze verschärfen
und für schnelle Verfahren sorgen, dann erledigt sich die Frage des
Erstaufnahmezentrums Problem von selbst", so Huber abschließend.

Rückfragehinweis:
BZÖ-Tirol

BZÖ-Huber: Bundesheer soll lokale österreichische Agrarprodukte bevorzugen


Kritik an der Einkaufspraxis beim Bundesheer übt der BZÖ-Agrarsprecher Abg. Gerhard Huber. Der zentrale Einkauf führe etwa dazu, dass in Tiroler Kasernen nicht einmal die Milch zu finden ist, „die praktisch vor der Haustüre produziert wird", so Huber. Er fordert, dass verstärkt jene landwirtschaftlichen Produkte gekauft werden, die von den Bauern zumindest im eigenen Bundesland hergestellt und angeboten werden, dies wäre auch für den Bauernstand überaus hilfreich. Es ist ja wohl das Mindeste, dass gerade die Soldaten auch Milch, Fleisch, Gemüse und Obst aus diesen Regionen erhalten", fordert Huber. Selbstverständlich dürfe eine zumindest teilweise Dezentralisierung des Einkaufs nicht zu einer Verteuerung führen.

 

BZÖ-Huber: Genmais-Anbauverbot ändert das Grundproblem nicht

 

 

Wien (OTS) - "Mit dem bescheidenen Wunsch von Umweltminister
Berlakovich, gegenüber der EU ein Selbstbestimmungsrecht beim Anbau
von Genmais zu erwirken, wird das eigentliche Grundproblem nicht
gelöst", kritisierte BZÖ-Agrarsprecher Abg. Gerhard Huber. Viel
schlimmer sei, dass die gesamte europäische Union bereits rund 25
Mio. Tonnen gentechnisch veränderten Soja importiert, der an die
Nutztiere verfüttert wird und direkt auf den Tellern der Konsumenten
landet, warnte Huber. Er fordert die europäische Kommission und die
österreichische Bundesregierung auf, ein sofortiges Importverbot von
gentechnisch veränderten Futtermitteln umzusetzen.

Huber bezeichnet es als "totale Irreführung der Konsumenten", dass
sich Berlakovich für ein Anbauverbot in Europa einsetzt, aber
gentechnisch verseuchte Futtermittel verwendet werden. Sogar mit dem
AMA Gütesiegel versehenes Fleisch wurde mit gentechnisch veränderten
Futtermittel gefüttert. "Niemand kann derzeit garantieren, dass nicht
gesundheitliche Schäden - oft erst nach Generationen - auftreten
können", warnte Huber und erinnerte, dass "die Konsumenten
Lebensmittel wollen, die gesund sind und ausschließlich bei uns
gewachsen sind."

Kritisch sieht Huber auch den Anbau von Gensoja: "Vor allem in
Brasilien werden Regenwälder großflächig abgeholzt. Nach neun Jahren
intensivsten Anbaues veröden diese Böden und werden zur Wüste!"
Gleichzeitig tun sich heimische Landwirte gegen diese industrielle
Produktion immer schwerer.

Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ