TIROL-AKTUELL
BZÖ-Huber: Banken treiben Unternehmer in die Pleite
Wien (OTS) - "Statt auf die Liquidität der Betriebe schauen Banken
zusehends auf's eigene Börsl und treiben Unternehmer in die Pleite",
kritisiert der Tiroler BZÖ-Nationalratsabgeordnete Gerhard Huber. Der
Grund: Sie kümmern sich nicht um die Besicherung durch die staatliche
Förderbank AWS, weil bei solchen Finanzierungen viel zu wenig zu
verdienen sei, wie Huber selbst mitanhören musste. "Das ist ein
Skandal! Die Banken bedienen sich munter an den Milliarden des
Bankenrettungspakets, aber sie geben nichts weiter, weil ihnen die
Rendite zu gering ist!" wettert Huber und kündigt einen
parlamentarischen Antrag an, dass KMU's direkt aus dem
Bankenhilfspaket Gelder bekommen können.
"Ohne einen Antrag der Bank kann der AWS nicht tätig werden und somit
auch keine Staatshaftungen übernehmen", erklärt Huber. Er hatte einen
Unternehmer zu vier Tiroler Banken begleitet und konnte sich selber
von der "üblen Vorgangsweise" überzeugen. "Die AWS schreibt uns ja
die Aufschläge vor und das sind nicht einmal eineinhalb Prozent",
bekam der BZÖ-Abgeordnete zu hören.
"Blitzartig haben wir im Parlament dem Bankenhilfspaket zugestimmt,
um die Institute zu retten. Da kann und darf es nicht sein, dass die
Direktoren das Geld horten und - weil ihnen die Gewinne zu mager
wären - Unternehmen einfach in den finanziellen Ruin gleiten lassen",
so Huber. Finanzminister Pröll habe bis jetzt tatenlos zugesehen, wie
das Bankenrettungspaket nicht funktioniert. "Es ist fünf vor zwölf
für viele Betriebe, jetzt muss die Regierung endlich aufwachen", so
Huber.